Onpage Optimierung


Technische Basics der OnPage-Optimierung

Mit OnPage-Optimierung bezeichnet man diejenigen SEO-Maßnahmen, die auf der eigenen Seite selbst (also „on page“) stattfinden. Hierbei handelt es sich um eine grundlegende Optimierung der gesamten Seite, unter Beachtung bestimmter „Spielregeln“ im Hinblick auf die Informationsarchitektur und Navigationsstruktur. Aber auch die Darstellung und Qualität des Inhalts spielen eine entscheidende Rolle.

Der komplette Bereich OnPage gehört hinsichtlich der Faktoren, die ein gutes Suchmaschinen-Ranking beeinflussen, absolut zu den Basics – speziell was die technischen Parameter der Website betrifft. Hier ist es nicht mehr begünstigend für ein Ranking, dass man gewisse OnPage-Kriterien erfüllt. Vielmehr verhält es sich umgekehrt:

Es ist schlichtweg negativ für das Ranking, wenn eine Seite diese Basis-Kriterien nicht erfüllt.

Die OnPage-Basics

Schritt 1: Struktur schaffen

Suchmaschinenoptimierung bedeutet auch, eine klare Informationsarchitektur für die Website zu schaffen. Schon in der Konzeptionsphase beachten wir bei ONM alles, was aus Suchmaschinensicht dazu notwendig ist. Der Aufbau einer klaren Struktur hilft nicht nur der Suchmaschine bei der Bewertung der Webseite, sondern auch den Besuchern durch eine nachvollziehbare Benutzerführung. Ein semantisch korrekter Seitenaufbau und eine hierarchische, nutzerfreundliche sowie lesbare URL-Struktur erleichtern Suchmaschinen das Crawlen und Ausliefern der Webseite.


Schritt 2: Definition von Keywords

Steht die Struktur der gesamten Webseite, geht es an die Feinarbeit. Gemeinsam fragen wir uns nun, mit welchen Suchbegriffen die einzelnen Seiten gefunden werden sollen. Damit es nicht nur beim einfachen „Bauchgefühl“ bleibt, vergleichen wir Ihre Daten mit reellen und statistisch erfassten Einschätzungen zum Nachfrageverhalten und mit aktuellen Suchvolumina der tatsächlichen Suchanfragen. Wir ermitteln weitere Keywords und erarbeiten eine passende Strategie samt Handlungsempfehlungen. Eine der wichtigsten Fragen dabei lautet: Was ist das zentrale Thema der jeweiligen Unterseite? Wo liegt die USP des jeweiligen Produkts? In der Regel sollten Sie die Keywords darauf ausrichten. Im einfachsten Fall legen Sie zunächst zu jeder Unterseite eine Liste an, welche potenzielle Suchbegriffe enthält. Um zu entsprechenden Keywords zu gelangen, versuchen Sie zunächst, sich in Ihre Zielgruppe hineinzuversetzen.

Die Sicht Ihrer Zielgruppe? - Stellen Sie Fragen

  • Wonach suchen die Kunden? (Rotwein, guter Rotwein, bester Rotwein, leckerer Rotwein)
  • Wie suchen die Kunden? (Spaxschraube, Spax Schraube)
  • Gibt es Fachbegriffe/ Umschreibungen? (Spanplattenschraube, Senkkopfschraube)
  • Plural oder Singular? (Friseur, Friseure)
  • Ortsbezogene Angaben? (Italienisches Restaurant in Koblenz vs. Italienisches Restaurant)

Weitere Kriterien zur Eingrenzung von Keywords

Sie sollten wissen, dass man zwischen sog. „Shorthead-Keywords“ (z. B. Coach, Restaurant) und „Long-Tail-Keywords“ (z. B. Coach in Berlin für Stressmanagement) unterscheidet.

Bei geringem Wettbewerb um das jeweilige Keyword sind tendenziell eher Shorthead-Keywords geeignet, bei starkem Wettbewerb lohnt es sich hingegen oftmals auf Long-Tail-Suchphrasen zu setzen. Diese besitzen einen entscheidenden Vorteil: sie fragen gezielte Interessen ab und bieten somit in der Regel auch gezielten Traffic und höhere Erfolgschancen.

Wichtig ist auch, die Alltagssprache und das Suchverhalten der Zielgruppe zu berücksichtigen. Hierzu sind neben der Selbsteinschätzung ggf. Daten aus der internen Marktforschung (z.B. Kundenbefragungen) hilfreich. Bitte beachten Sie, dass die Keyword-Auswahl stets sehr individuell zu betrachten ist. Wir können hier nur ein paar allgemeingültige Richtwerte geben, die eine professionelle Beratung nicht ersetzen können.

Schritt 3: Optimierung der Meta-Angaben

Wichtig für die Suchmaschinenoptimierung einzelner Seiten sind die sogenannten Meta-Angaben der Webseiten. Diese befinden sich im Quellcode einer Seite.

Wesentlich sind hierbei die Tags <title> und <description>, da sie Informationen zum Inhalt der Seite nach außen tragen, d.h. zusätzlich zur URL in der Suchmaschine angezeigt werden.

Das Title-Tag wird im Browser in der oberen Fensterleiste angezeigt und wird für die Suchergebnisse genutzt. Der Benutzer soll auf Anhieb erkennen, was ihn auf der Seite erwartet. Ein gutes Title-Tag erhöht die Klickrate auf die Ergebnisse und auch die Aussicht auf ein gutes Ranking. Achten Sie daher für jede Unterseite auf ein individuelles, mit passenden Keywords versehenes und nicht zu langes Title-Tag (ca. 50 Zeichen).

Title-Tag Angabe in HTML

(1) Title-Tag der Hompage für ein fiktives Wellness-Hotel enthält bspw. den Firmennamen und drei Schwerpunkte der Website.

Veranschaulichung des Title-Tags in der Googlesuche

(2) Ein Nutzer führt eine Suche nach [Wellness und Tagungshotel] durch. Der Titel bildet die erste Zeile. (Begriffe, nach denen der Nutzer sucht, sind fett gedruckt)

Das Description-Tag sollte einen kurzen Beschreibungstext über die entsprechende Seite enthalten. Dieser darf ca. 150 Zeichen lang sein, sollte die Website kurz und informativ beschreiben und die wichtigsten Begriffe/Keywords aufweisen.

Description-Tag in HTML

(1) Hier beginnt das Description-Meta-Tag. Es gibt einen kurzen Überblick über das Angebot der Website und sollte eine Formulierung aufweisen, die den Besucher zum Klick animiert.

Veranschaulichung des Description-Tags in der Googlesuche

(2) Ein Nutzer führt eine Suche nach [Wellness und Tagungshotel] durch. Teile des Description-Meta-Tags finden als Snippet Verwendung.

Früher setzte man zudem Meta-Keywords ein, um Suchmaschinen mitzuteilen, unter welchen Keywords man gefunden werden wollte. Die Suchmaschinen speicherten diese Keywords tatsächlich in ihren Datenbanken und nutzen sie zur Ermittlung der Suchergebnisse. Das ist jedoch schon lange nicht mehr so und auch Google greift auf dieses Tag nicht mehr zurück. Das Meta-Tag „Keywords“ hat daher kaum noch Relevanz.

Content Quality - Auf den Inhalt kommt es an

Suchmaschinenoptimierung beschränkt sich nicht nur allein auf die Technik. Vor allem die Relevanz inhaltlicher Komponenten hat extrem zugenommen. Diese definieren sich z. B. durch qualitativ hochwertige Texte. Um das Interesse der Suchmaschinen ständig neu zu wecken, spielt auch die kontinuierliche Aktualität der Inhalte eine Rolle.

Aber Stopp! Was sind „gute und relevante Inhalte“ eigentlich?
Gute und relevante Inhalte sowie qualitativ hochwertige Texte, orientieren sich an den Bedürfnissen der Nutzer und an den Google- Qualitätsrichtlinien. Sie sind sowohl für den Besucher der Webseite als auch für die Suchmaschinen leicht zu verstehen.

Grundprinzipien der Google Guidelines

  • Erstellen Sie die Inhalte in erster Linie für Ihren Nutzer, nicht für Suchmaschinen
  • Vermeiden Sie „Tricks“, die das Suchmaschinen-Ranking verbessern sollen
  • Ein weiterer hilfreicher Test besteht darin, sich folgende Fragen zu stellen: "Ist dies für meine Nutzer von Vorteil? Würde ich das auch ohne Suchmaschinen tun?"
  • Überlegen Sie, was Ihre Website einzigartig, nützlich oder attraktiv macht und heben Sie Ihre Website von anderen, ähnlichen Websites ab.

Eigenschaften, die ein guter Content haben sollte

Haben Sie beim Schreiben immer Ihre Zielgruppe und deren Bedürfnisse im Sinn. Halten Sie sich vor Augen, dass Sie einen Mehrwert für den Leser schaffen wollen. Das heißt: Schreiben Sie Texte mit hohem Informationsgehalt für Ihre Besucher. Bieten Sie Mehrwerte wie Videos oder Whitepaper zum Download an.

Letztlich geht es für den Leser darum, Inhalte zu dem Thema zu finden, nach dem er gesucht hat. Guter Content erhöht dabei auch die Zeit, die sich ein Benutzer mit einer Website auseinandersetzt. Zum anderen wird auf wirklich relevante Inhalte eher auch von anderen Websites oder im Idealfall gar durch Ihre Besucher selbst verlinkt. Eine gute Möglichkeit zur Steigerung Ihrer Online-Reputation.